FAQ

1. Wie merke ich, ob ich Eisenmangel habe?

Wird ein Eisenmangel nicht ausgeglichen, können zu den bereits bestehenden Symptomen weitere Symptome hinzukommen, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Im Anfangsstadium werden die Symptome von Eisenmangel von Betroffenen oft nur für ein „kleines Leistungstief“ gehalten. Zu den frühen Anzeichen gehören: Blässe, Müdigkeit und Infektanfälligkeit. Eisenmangel kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

2. Wie merke ich, ob mein Kind Eisenmangel hat?

Die Symptome von Eisenmangel bei Kindern sind ähnlich wie bei Erwachsenen. Betroffene Kinder werden meist schnell krank (erhöhte Infektanfälligkeit). Viele klagen auch vermehrt über Müdigkeit, haben weniger Hunger und können an Lern- und/oder Konzentrationsschwäche leiden. Als äußerliche Anzeichen können eingerissene Mundwinkel und/oder trockene, brüchige Haare und Fingernägel auftreten. Im Falle eines manifesten Eisenmangels kann es zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen kommen.

3. Wie behandle ich Eisenmangel am besten?

Zur Therapie von Eisenmangel wird in der Regel eine eisenreiche Ernährung empfohlen. Zudem werden eisenhaltige Medikamente verordnet. Das sind meistens nicht verschreibungspflichtige Präparate mit zweiwertigem Eisen. Eisen-II-Wirkstoffe werden vom Körper leichter aufgenommen als Eisen aus anderen Eisenverbindungen.

4. Ständige Müdigkeit – leide ich unter Eisenmangel?

Anämie ist eine häufige Ursache von Müdigkeit. Hervorgerufen wird diese oft durch den Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure. Besonders häufig liegt der Blutarmut aber ein Eisenmangel zugrunde.

5. Wie finde ich für mich die richtige Eisentherapie/die richtigen Eisentabletten?

Zur Abklärung deines Eisenstatus und ggf. zur Einleitung einer geeigneten Eisentherapie bedarf es einer verlässlichen Diagnose und Ursachenabklärung durch deinen Arzt. Basis aller weiteren Maßnahmen ist es, die Ursache zu erkennen und, wenn möglich, zu behandeln.
Wichtige Anhaltspunkte zur richtigen Therapiewahl:
Entsprechend der natürlichen Eisenaufnahme des Körpers ist die orale Eisengabe im Regelfall die zuerst anzuwendende Therapie in den offiziellen Empfehlungen zu Eisenmangel und Eisenmangel-Anämie.
Die intravenöse Eisengabe ist als Therapie erst zweitrangig oder nur unter bestimmten Umständen anzuwenden.

6. Welche Eisenexpert*innen gibt es in Österreich?

* DR. DORIS MARIA GAPP – Allgemeinmedizinerin, Eisenmangel-Expertin
https://www.eisenmangel-experte.at/dr-gapp/

* DR. KATJA ALEXANDRA VARGA – Ärztin für Allgemeinmedizin: Eisentherapie, Sexualmedizin, Psychosomatische Medizin,
Ernährungsmedizin, Betreuung von PatientInnen nach Adipositaschirurgie
http://dr-varga.at

* DR. CHRISTIAN SCHUBERTH – Arzt für Allgemein- und Sportmedizin; ganzheitliche Behandlung von Eisenmangel und chronischer Müdigkeit
https://www.drschuberth.at

7. Schwangerschaft und Eisenmangel – Was hat es damit auf sich?

Verantwortlich für den Eisenmangel in der Schwangerschaft ist oft ein Folsäuremangel. Folsäure ist notwendig für die Bildung der roten Blutkörperchen und das Wachstum von Zellen. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf, weswegen von der Gynäkologin / vom Gynäkologen in der Regel Folsäure verschrieben wird.

8. Habe ich als Veganer*in zwangsläufig Eisenmangel?

Eisenmangel ist der weltweit häufigste Nährstoffmangel und kein rein veganes Problem. Ein möglicher Eisenmangel bei Vegetariern und Veganern ist jedoch möglich.

9. Welche pflanzlichen Lebensmittel sind gute Eisenquellen?

* Samen wie Kürbiskerne, Sesam, Hanf- und Leinsamen.
* Nüsse wie Pistazien, Mandeln und Haselnüsse.
* Getreide und Haferflocken, Hirse, Amaranth oder Quinoa.
* Hülsenfrüchte wie Soja, Mungobohnen, Kichererbsen und weiße Bohnen.

10. Wie viel Eisen soll ich zu mir nehmen?

Frauen wird allgemein empfohlen, 15 mg Eisen am Tag zu sich zu nehmen. Männer benötigen weniger:
Für sie liegt die Empfehlung bei 10 mg pro Tag. Der Grund für den höheren Bedarf von Frauen ist, dass sie durch den Blutverlust während der Regelblutung auch Eisen verlieren.

11. Wofür brauche ich Eisen überhaupt?

Eisen hat viele Aufgaben im Körper. Die Wichtigsten sind:
der Sauerstofftransport von der Lunge zu den Geweben, Speicherung von Sauerstoff in den Muskeln, die Übertragung von Elektronen im Energiestoffwechsel. Außerdem ist es Bestandteil verschiedener Enzyme.

12. Mit welchen Nebenwirkungen ist bei Eisenpräparaten zu rechnen?

Häufige Nebenwirkungen bei der Einnahme von Eisenpräparaten, Eisenkapseln/Eisentabletten: Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung oder Bauchweh.

13. Habe ich zu viel Eisen im Blut?

Wird zu viel Eisen aufgenommen, werden die regulierenden Darmzellen geschädigt und der Mineralstoff gelangt ungehindert ins Blut. Dies kann Gefäße, Herz und Leber angreifen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Im Extremfall kann dies sogar zu Leberzirrhose und Diabetes führen.

14. Welche Lebensmittel fördern die Eisenaufnahme?

Vitamin C (Ascorbinsäure) hilft, mehr Eisen aufzunehmen. Gute Vitamin-C-Lieferanten sind Orangen oder Orangensaft, Brokkoli und rote Paprika. Fleisch, Fisch und Geflügel fördern ebenfalls die Eisenaufnahme aus pflanzlicher Kost.

15. Wirkt sich Eisenmangel auf die Muskulatur aus?

Ja, bei einem Eisenmangel können die zwei Transportproteine nicht mehr ausreichend Sauerstoff binden, die Organe und Muskeln werden unterversorgt und können keine Energie mehr produzieren. Skelettmuskulatur (also Bizeps, Trizeps und Co.) ist ganz besonders auf viel Sauerstoff und somit auch Eisen angewiesen, da sie den größten Anteil am Energieverbrauch hat.